Falsche Farben: T-Hemd in den Farben Schwarz-Weiß-Rot

“Die T-Shirts wurden von mehreren Personen gleichzeitig getragen. Ein T-Shirt ist zwar keine Uniform, aber in diesem Fall waren sie alle gleich gestaltet, also ,uniform’.” Die Aufmachung sei “martialisch” und drücke eine “politische Gesinnung” aus, argumentierte die Juristin. Dies komme in der Verbindung des altdeutschen Schriftzugs mit der Farbgebung Rot und Weiß auf schwarzem Grund – den Farben der Reichskriegsflagge – und dem Schriftzug “Weiße Wölfe Terrorcrew” zur Unterstützung einer rechtsradikalen Bande klar zum Ausdruck.”

http://m.abendblatt.de/hamburg/harburg/article207330327/Gericht-verurteilt-Rechtsradikalen-zu-Geldstrafe.html

Na diesem doch recht einfachen Schema dürften Onkelz-Fans, die T-Hemden der LP “Kneipenterroristen” tragen, dem entsprechend eine brd-Gesinnung haben? Das ganze Cover ist überwiegend in Schwarz-Rot-Gelb gehalten! Ausserdem enthält es das Wort “Terroristen”.

Doch nun mal weg vom Spaß, es gibt genügend Urteile, wo eigentlich dieses Thema schon längst bearbeitet wurde. Und gleiche T-Hemden eben KEINE Uniformierung beinhalten. Denn sonst könnte man u.a. jedes Gruppen-T-Hemd von Vereinen, Fußball- und Musikfans als Uniform bezeichnen. Schwarzes Hemd mit weißer Schrift ist dabei sehr beliebt und wenn dann noch zufällig die rote Farbe dazu kommt, wird es angeblich “gefährlich”.

Anscheinend reagiert die bundesrepublikanische Justiz auf den Druck der Bundesregierung und legt alte Urteile “ad acta” und bewertet Gerichtsverfahren vollkommen neu.

Übrigens:
“Martialisch” aufzutreten und eine nationale “Gesinnung” zu haben bzw. “rechtsradikal” zu sein, ist immer noch keine Straftat – oder jetzt plötzlich doch?!

Ebenso wenig sind die Farben SWR verboten. Schlagringe sind zwar verboten, aber die Abbildung der selbigen eben NICHT (so viel wir wissen) – der Schriftzug in altdeutscher Schrift genau so wenig.

Es bleibt zu hoffen, dass der oder die Angeklagten sich juristisch gegen dieser mysteriöse Urteil wehren werden. Im Artikel steht nämlich nicht, dass das Urteil rechtskräftig ist.

Hier wird also von der Presse versucht, ein schlechtes Bild von gewissen Personen (vor)zuzeichnen, ohne auf das rechtskräftige Urteil zu warten.

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